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Bildergalerie - 2013-07-14 - Mauritius-Marathon

Bericht:Heinz-Juergen

Am 14.07. 2013 Juli beim Mauritius mit dabei Elfi ueber 10 KM und Heinz- Juergen Tjaden ueber die Marathon Distanz,die sehr steile Steigungen hat und schwer zu Laufen ist
Zum vierten Mal war der Mauritius Marathon & Halbmarathon angesagt! Die Panoramastrecke verläuft entlang der Küste mit wunderschönen Sandstränden. Die schäumenden Wellen, die krachend an die Küste brechen war eine unvergessliche Laufatmosphäre!
Mauritius weiße Stände sind durch ein Korallenriff geschützt, das beinahe die gesamte Küste umgibt. Im Süden unterscheidet sie sich landschaftlich durch die Brandung und starken Wellengang vom Rest der Insel. Der Grund dafür ist das in dieser Gegend teilweise fehlende schützende Barriereriff, das den Rest der Insel umgibt, so dass der indischer Ozean mit seiner ganzer Wucht und voller Kraft auf die Küste trifft.

Mauritius Marathon , 14. Juni 2013

Im Morgengrauen verteilt sich eine Gruppe Läufer an der mauritischen Westküste und lockert noch einmal die Muskeln. Gespannt warten wir auf den Start des 4. Mauritius Marathons. Wir plaudern noch einmal mit den anderen Läufern, eine interessante Mischung, die sich hier getroffen hat: Marathon Läufer aus 22 Nationen Und ich mittendrin. Das Ziel ist auch schnell definiert: ankommen und möglichst nicht Letzter werden...Ein bisschen mulmig ist mir schon, und die Strecke auf Mauritius zeichnet sich nicht nur durch fantastische Ausblicke auf den Indischen Ozean und die Küstenberge aus, sondern auch durch viele, wenn auch nicht allzu steile Steigungen. Punkt 06:30 Uhr schickt der Renndirektor Jean-Marie Grall uns Läufer auf die Strecke. Die ersten 5km gehen in Richtung Norden der aufgehenden Sonne entgegen. Was für ein Licht! Der beeindruckende Morne Rempart, der an das Matterhorn erinnert, zeichnet sich im Gegenlicht ab. Der Wendepunkt bei Tamarin ist schnell erreicht, ich laufe leicht und locker an den ersten aufgewachten Mauritianern vorbei.....die erste Steigung bis auf 70m Höhenunterschied ist kaum spürbar und schon geht es wieder bergab zum zweiten Verpflegungspunkt. Bei einer weiteren Steigung bei Riviere Noire kämpfe ich im einsetzenden Regen mit meiner Kamera, ich möchte dieses einmalige Rennen ja gern in Bildern fest halten. Auf dem landschaftlich schönsten Teil der Strecke von Riviere Noire bis zum Le Morne, diesem markanten Bergrücken, der sich direkt aus dem Ozean bis auf 500m erhebt, so dass sich den Läufern traumhafte Ausblicke auf diese spektakuläre Szenerie bieten.
Die Serpentinenstraße über den Sattel des Le Morne hinunter zur Südküste zieht weitere Kraft aus den Beinen, Auf dem Scheitelpunkt des Sattels sehe ich weit unten bereits das türkise Wasser des Indischen Ozeans schimmern, ab hier läuft die Strecke immer direkt am Meer entlang.
Zweifel kommen auf, ob das mit dem Finishen heute noch etwas werden wird - aber ein Marathoni ist doch ein Kämpfer, also immer weiter. Es war doch eine weise Entscheidung, das Durchkommen als ultimatives Ziel zu definieren .Dennoch - es gibt schönere Momente, als von einem Läufer nach dem anderen überholt zu werden, aber als kleine Entschädigung gibt es von Jedem/r ein Lächeln und ein paar aufmunternde Worte und auch bei zunehmender Erschöpfung steht der Entschluss fest: "ich laufe ins Ziel!"
Der Regen hat aufgehört. Die Sonne scheint schüchtern durch die Wolken, und meine Laune wird so heiter wie der Himmel, als das Ziel langsam näher kommt. Die Brecher des Indischen Ozeans donnern weit draußen ans Riff, teilweise brechen sie sich auch in Strandnähe, wo wagemutige Einheimische die Wellen reiten wie auf Hawaii - die Vorfreude auf das Bad im Meer lässt mich weiterhin einen Fuß vor den anderen setzen. Noch einmal eine letzte Steigung, dann taucht die Ortschaft St. Felix an der Straße auf, ein freundlicher Polizeibeamter sichert den Kreisverkehr und ich erahne den Zielbereich am Strand von St. Felix. Die ersten Anfeuerungs- und Jubelrufe sowie typisch mauritische Sega-Musik dringen an mein Ohr,
Hey, Du hast es geschafft!
Eine hübsche Mauritierin überreicht mir meine Medaille, ich werde mit Getränken und Essen versorgt, aber ich hole meine Badehose und stürze zuerst mich ins glasklare, warme Wasser des Indischen Ozeans.
Erschöpft, aber glücklich verfolge ich die Siegerehrung, die von Sega-Musik untermalt wird, ringsum zufriedene und glückliche Gesichter, man hört viel Lob über die Veranstaltung


Pressebericht: Vom 16.07.2013 Uwe Martin PR+Kommunikation

Das Projekt M&M im Indischen Ozean - zwischen Charme und Exklusivität
Zu diesem Marathon reist man nicht einfach mal so kurz entschlossen an. Mehr als 10.000 Flugkilometer liegen zwischen Mauritius und Deutschland, Österreich oder der Schweiz - und so8 wird das Label klein, fein und exklusiv wohl noch eine Zeitlang Bestand haben. Anders gesagt: Mauritius ist ein touristisch orientierter Marathon; eine Veranstaltung, die für Laufbegeisterte interessant ist, die auch vorher und nachher auf der Insel im Indischen Ozean verweilen wollen. Es ist nicht unbedingt ein gewagtes Abenteuer, aber eben doch ein besonderes Erlebnis, im Morgengrauen um 6.30 Uhr auf nicht abgesperrten Straßen loszulaufen, von Autos und Motorrädern rechts überholt und von (friedlichen) Vierbeinern belauert zu werden.   Ein Pilotprojekt M&M - Marathon und Mauritius - gab es bereits Ende der 1990er Jahre. Der erste Versuch dauerte von 1997 bis 1999 und endete abrupt, als die mauritianischen Partner auf Golf und Hochseeangeln statt auf Laufsport setzten. An dem Neustart waren und sind neben einigen Sponsoren das Fremdenverkehrsamt (MTPA) maßgeblich beteiligt. Doch auch im vierten Jahr nach dem Neustart basiert der Event auf der 1,2-Millionen-Einwohner-Insel überwiegend auf Mund-zu-Mund-Propaganda. Wer einmal hier gelaufen ist, gibt eine Sterne-Empfehlung im Freundes- und Bekanntenkreis, zudem wird Kundenakquisition auf den Messen einiger renommierter Marathonrennen betrieben. Etwa in Frankfurt, Salzburg, Athen, Jerusalem und Stockholm. Die Finisherzahlen der Veranstaltung 2013 lesen sich wie folgt: 65 (Marathon), 93 (Halbmarathon), 61 (10 Kilometer) - macht in der Summe 219. Im Angebot ist zudem ein 4,2-Kilometer-Charitylauf für die Organisation „link to life", die sich dem Kampf gegen Krebs verschrieben hat. Im Boot sind auch die SOS-Kinderdörfer. Dass sich der Mauritius-Marathon selbst refinanziert, ist derzeit nicht absehbar, mehr Teilnehmer sollen es in den nächsten Jahren aber schon werden.  Doch zu groß sein will man auch nicht, dann stünde die Exklusivität zur Disposition.       „Bonne chance for the run", sagt Wolfgang Slawisch. Französisch und Englisch gehen im technischen Meeting am Vorabend des Rennens im Marathon-Hotel Tamassa im Süden des Landes fließend ineinander. Wer noch nicht Bescheid weiß über Streckenführung, die Verpflegungsstellen alle fünf Kilometer und ähnliches, dem wird hier geholfen. Der Wahl-Berliner Slawisch ist hauptberuflich für Air Berlin tätig, und einen Großteil seiner Jahresfreizeit verbringt er damit, dem Mauritius-Marathon auf die Beine zu helfen. Slawisch kennt die Insel seit zwei Jahrzehnten und hat deren Bewohner, Nachfahren von Einwanderern aus Indien, Afrika, China und Europa, kennen und lieben gelernt. Er ist für die Kommunikation in Europa zuständig und gemeinsam mit Renndirektor Jean-Marie Grall, der grauhaarige Herr war unter anderem Mitglied des Marathon-Organisationskomitees für die Olympischen Spiele 2004 in Athen, sowie Frédéric Robert vom Veranstalter Incentive Partners Mauritius Ltd. für die Organisation verantwortlich. Diese sechs Schultern stemmen das Rennen.   Knapp 100 Marathonis sind an diesem ungewöhnlich regnerischen Morgen am Start, Männer und Frauen aus Hongkong, Indien, Brasilien, Panama, Südafrika, Frankreich, Finnland, La Réunion, Deutschland und Österreich. Vor sich haben sie 42,195 Kilometer in Sichtweite des Berges Le Morne Brabant. Der Asphalt der leicht hügeligen Küstenstraße führt von der Halbinsel Lux Le Morne, die zum Unesco-Weltnaturerbe gehört, zum Strand von St. Felix. Vorneweg fährt ein Motorrad und sorgt für klare Verhältnisse - ganz hinten läuft der Arzt Paul Rödel aus Berlin. Der 67-jährige bildet die Nachhut, schon vor dem Start hat er sich wegen einer Knieverletzung erkundigt, ob er beim Überschreiten des Zeitlimits von sechs Stunden aus dem Rennen genommen wird. Was natürlich nicht der Fall ist. Und so läuft, besser geht, der rüstige Senior bis zum Schluss. Nach 6:47:10 Stunden hat auch er es geschafft. Als Rödel nicht einmal die Hälfte der Strecke hinter sich hatte, war der Sieger längst im Ziel: Der Mauritianer Vishal Ittoo wird schnellster Mann in 2:51:44 Stunden. Eva Offermann aus Simmerath in der Eifel schnellste Frau (3:14:14.) „Ich habe kaum auf meine Uhr und die Kilometrierung geschaut", sagt sie. „Die Landschaft war einfach unglaublich." 30 Jahre alt ist die Sozialpädagogin und Geschäftsführerin, das Rennen auf Mauritius war die Gewinnprämie des vorjährigen BMW Frankfurt Marathon. In der Banken- und Börsenmetropole hatte Offermann im Oktober 2012 die Sonderwertung Marathon Manager gewonnen. Wie Carola Bendl-Tschiedel aus Wien ein Jahr zuvor, doch deren zweiter Start beim Mauritius-Marathon verlief nicht wie erhofft. Schon nach vier Kilometern stieg sie wegen starker Kopfschmerzen aus. Acht Tage zuvor, bei der Ultratrail-WM in Llanrwst (Nordwales) war die Bankerin über 75 Kilometer als 23. eingekommen. Glücklicherweise verflüchtigten sich später ihre Kopfschmerzen und die Österreicherin schloss den 10-Kilometer-Lauf als Frauensiegerin nach 44:18 Minuten ab.   Der Halbmarathon war eine klare Sache für den 27-jährigen Kenianer Andrew Kimanzi. Nachdem Marathon-Weltrekordhalter Patrick Makau seine Teilnahme über 10 Kilometer kurzfristig abgesagt hatte, wurde sein Landsmann über die doppelt so lange Distanz zum prominenten Star-Gast auf Mauritius. Kimanzi traf nach einigem Hin und Her erst am Vorabend der Veranstaltung ein, lief nach einer kurzen Nacht aber ein couragiertes Rennen und gewann in 1:10:46 Stunden. Diesem Frauenwertung sicherte sich Friederike Feil aus Tübingen (1:29:00). Die 27-Jährige hatte wenige Tage zuvor auf Mauritius noch am 25 Kilometer langen Dodo-Trail mit 1.600 Höhenmetern teilgenommen und sich anschließend von Slawisch überzeugen lassen, ein wenig länger zu verweilen. „Es hat sich gelohnt, hier zu bleiben", sagt die Ernährungsspezialistin. Dass sie ebenso wie Marathonsiegerin Offermann den 93 Kindern im SOS-Kinderdorf noch jede Menge Spielzeug übergab, gehört auf Mauritius längst zum guten Ton. „Für die vielen glücklichen Gesichter macht man dies alles", sagte Slawisch. Der 51-Jährige wird das Projekt M&M fortsetzen, noch mehr auf Networking bauen und den Völker- und Glauben verbindenden Gedanken der Veranstaltung weiter transportieren. Das Mystische der Insel erschließt sich von selbst und muss nicht besonders betont werden.   Uwe Martin

Kategorie: Urlaubsfotos - 2013-07-14 - Mauritius-Marathon
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